gefragt, geantwortet…

Auf immer wiederkehrende Fragen an uns, haben wir folgende Antworten zunächst auf Hunde zugeschnitten – Katzenfreunde müssen sich noch etwas gedulden. Grundsätzlich beantworten wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch weitere Fragen.

1. Ist BARF für jeden Hund geeignet?
In erster Linie „JA“. BARF ist für alle da. Ob groß, ob klein, vom Chihuahua bis zum Bernhardiner, Welpe oder Senior.

Es ist leicht verdaulich und kann auf alle Bedürfnisse abgestimmt werden. Auch kranke Hunde können optimal mit allem was sie brauchen versorgt werden – somit fühlen sich alle „Pudelwohl“.
 
2. Wie stelle ich meinen Hund auf Rohfütterung um?
Einen gesunden Hund kann ich ohne Eingewöhnungsphase auf die Rohfütterung umstellen. Allerdings gilt es dennoch einige Dinge zu beachten bzw. zu wissen. Die individuelle Darmflora eines Hundes ergibt sich durch bzw. passt sich an seine Futterart an. Deshalb kann es gerade zu Beginn zu Verdauungsstörungen kommen, die sich dann aber sehr schnell legen werden. Unterstützen Sie Ihren Hund die erste Zeit durch mehrere kleine Mahlzeiten.

 
3. Wie stelle ich eine Futterration bedarfsdeckend zusammen?
Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: ist es auch bedarfsdeckend, eine Ration zu „über“ decken? Unserer Meinung nach nicht! Die Erkenntnis daraus bedeutet, es ist schlichtweg nicht möglich einen Hund tagesgenau bedarfsdeckend zu füttern. Der Hundeorganismus ist sehr gut in der Lage Versorgungsspitzen in den entsprechenden Medien einzulagern und bei Versorgungsengpässen wieder abzurufen.

 

4. Kann mein Hund Obst und Gemüse verwerten?

Jein! Ihr Hund verfügt als Fleischfresser nicht über den optimalen Verdauungsapparat um pflanzliche Nahrung aufzuspalten. Dennoch müssen wir diese Komponenten in der Ernährung zum Einsatz bringen. Darin enthalten sind wichtige Vitamine und Spurenelemente die der Hund braucht.


Um hier den gerne gewählten Bezug zum Beutetier herzustellen, welches die pflanzlichen Komponenten aufgeschlossen im Magen mit sich herumträgt, müssen wir dem Verdauungsapparat des Hundes an der Stelle unterstützen. Das heißt Obst und Gemüse wird püriert besser bzw. überhaupt erst verwertet.

 

5. Gefährdet rohes Fleisch die Gesundheit?
Nein! Der Hund ist mit einem extrem sauren Magensaft gegen etwaige Bakterien im Futter gut gewappnet – wie sollte es bei einem  gelegentlichen Aasfresser auch anders sein? Natürlich sollte der Umgang mit rohem Fleisch nach den allgemeinen Hygieneregeln stattfinden.

 

6. Hilfe, mein Hund trinkt weniger seit ich auf Rohfütterung umgestellt habe!
Wenn Ihr Hund jetzt weniger Durst hat, ist das ganz normal. Mit rohem Fleisch, frischem Obst und Gemüse bekommt er schon deutlich mehr Wasser als Trocken- und Fertigfutter enthält. Also alles im grünen Bereich!

 

7. Welche Menge füttere ich meinem Hund?

Bei der Berechnung sind wir Ihnen gerne behilflich. In unserem SchwabenBarf-Store Informieren wir Sie in Begleitung Ihres Vierbeiners. Hier wird er gewogen, begutachtet und in einem Gespräch mit Ihnen die Futtermenge ermittelt.

 

8. Stimmt es, dass sich das Verhalten meines Tieres verändert?
JEIN! Das Verhalten kann aus dem Napf kommen. Man kann mit verschiedenen natürlichen Zutaten, Fleischsorten und Ölen vieles steuern und verändern. Am Charakter des Tieres wird natürlich nichts verändert!
Die Hunde werden agiler, ausgeglichener und haben mehr Energie, da sie weniger zum verdauen und verwerten brauchen. 

 

9. Weshalb muss mein Hund bei Rohfütterung weniger und seltener „groß“?
Das liegt an der Qualität der Rohfütterung, die der Hund ziemlich gut verwerten kann. Was hinten raus kommt, damit kann seine Verdauung nichts anfangen. Wenn Sie zudem auf Getreideprodukte verzichten, setzt Ihr Hund  täglich ziemlich übersichtlich Kot ab. Und das ist gut so.

 

10. Darf ich alles Fleisch füttern?
Außer rohem Schweinefleisch können Sie alle Fleischarten ohne Bedenken füttern: Rind, Geflügel, Ziege, Lamm, Schaf, Pferd, Hase, Reh, Hirsch und Fisch. Rohes Schweinefleisch, auch von Wildschweinen, kann jedoch den Aujetzky-Virus enthalten. Für Hunde ist er lebensgefährlich, meist sogar tödlich.

 

11. Was soll ich machen, wenn mein Hund kein rohes Fleisch mag?
Mancher Hund verhält sich wie der sprichwörtliche Bauer – was er nicht kennt, das frisst er nicht. Vielleicht haben Sie mit einem Bauerntrick und gekochtem Fleisch Glück. Immer wieder ein klein wenig länger gekocht, gewöhnt sich Ihr Hund schrittweise an halbgares oder sogar rohes Fleisch. Etwas Glück braucht man allerdings schon dazu. Sonst hilft letztlich nur der Verzicht auf rohes Fleisch. Aber es gibt noch ein paar Tricks und die gibt’s von uns ;-)


12. Welche Knochen sind gut für meinen Hund?
Dürfen wir Ihnen ausnahmsweise mit erhobenem Zeigefinger und Radio Eriwan antworten? Im Prinzip alle, aber auf keinen Fall gekochte Knochen. Diese splittern leicht und verletzen dann den Darm Ihres Hundes. Im schlimmsten Fall ist das tödlich. Ansonsten schmecken Knochen mit Fleisch von möglichst jungen Tieren am besten, würde ihr Hund sagen. Und gesund sind sie auch wegen des hohen Calcium-Gehalts.